Namaste Rajasthan Delhi 23. November 19

24.11.2019

Delhi - Mitten im Bahnhofsviertel haben wir das Hotel Grand Godwin bezogen und sind gleich mutig zu Fuß aufgebrochen. Ziel? Die Stadt erkunden, sich treiben lassen. Dieser Plan hielt keine halbe Stunde. Den ersten Rickschafahrern haben wir noch erklärt, dass wir lieber zu Fuß gehen, was anscheinend keiner hier macht, weshalb es kaum Bürgersteige gibt und wenn in schlechtem Zustand und dafür umso mehr Tuk Tuks, welche sich hupend in die kleinste Lücke zwängen. Das Karma unseres Tages heißt dann wohl doch den Indian way of life anzunehmen und mit dem Tuk Tuk zu fahren. Unser Ziel war es, so dem Stadtzentrum näher zu kommen. Das Ziel unseres Fahrers war es hingegen, uns zum shoppen zu bewegen. Wir blieben jedoch hartnäckig sitzen und wurden dann vor dem Sikh Tempel Gurudwara Bangla Sahib abgeliefert. Im Nachhinein hätte es nicht besser kommen können. Wir waren froh, dem Lärm der Straße entfohen zu sein und tauchten ein in die spirituelle Magie dieses Ortes. Wir ließen uns Zeit, alles in Ruhe zu beobachten, lauchten der Musik und sind mit den Gläubigen um den See gelaufen. Wir wurden eingeladen, am Mahl im großen Saal teilzunehmen. Dazu sitzen alle auf dem Boden, vor sich ein Tablett und es wird mit Reis, Dahl und Chapati rumgegangen. Danach wird der Boden gewischt und die nächsten kommen dran. Alles wird von Freiwilligen organisiert. Zum Abschluss fanden wir noch einen netten Herrn, der unsere Fragen beantwortet, so dass wir das erlebte auch besser verstehen können. Vielleicht wollte dieser Ort von uns gefunden werden und es hatte doch etwas Gutes sich auf die Sache mit dem Tuk Tuk einzulassen.

Von disem Tempel wollten wir zu Fuß  weiter zum Lakshmi-Naragan-Tempel gehen. Diesesmal ist es uns gelungen die Tucktuck Fahrer abzuwimmeln. Auf dem Weg haben wir die Herz Jesu Kirche besichtigt und kurz vor dem Hindu Tempel noch einen kleinen buddhistischen Tempel besucht. Den Abschluss unserer Reise zu den Weltreligionen bildet eine Aarti Zeremonie.

 Erkenntnis des Tages:
In Delhi geht man nicht zu Fuß.  Der Tuk Tuk Fahrer hat eigene Pläne, aber am Ende des Tages haben wir den Weg gefunden und vieles unverhofft entdeckt.