Grenzüberschreitung Tolmin(SLO) nach Tribil (I)

20.09.2020

Unsere heutige Tour führt uns zu nächst über eine lange Strecke auf Asphalt die kurvige Nationalstraße hinauf. Die erste Stunde geht es mit 4,3 km flott voran. Dies ist ein neuer "Start in den Tag Rekord". Von der Straße zweigt der Trail endlich ab ins Grüne, doch es wird steiler und immer schlottriger auf unserm Weg. Es gibt auf dem Pfad zur Grenze kaum Aussichten. Die Neigung des Berges, der Zustand und die Beschilderung ist in diesem Teil sehr "grenzwertig". Wir fühlen uns wie auf einer Schnitzeljagd mit Hindernislauf über umgestürzte Bäume und durch Bachläufe. Bis zum Bergkamm kämpfen wir uns durch. Von hier oben haben wir vom Kolovrat nochmal einen schönen Blick über die Berge. Über das Gelände des Freilichtmuseum wandern wir bis zur Grenze. Die Schützengräben und Stellungen des 1. Weltkrieges sind hier noch sehr gut erhalten.

Nach 4 Stunden verlassen wir Slowenien - ciao Bela Italia. Dann geht es auch schon an den Abstieg und bald erreichen wir eine Hütte, wo es den ersten italienischen Kaffee zur Mittagspause gibt. Va bene. Aber wo sind hier die Alpe Schilder. Leider Mal wieder zehn Minuten Umweg gegangen. Ohne Alpe Adria App und ohne Stöcke wären wir heute aufgeschmissen. Unser Trail ist im heutigen Teilabschnitt teilweise parallel mit dem bereits erwähnten "pot Meru" -  "Weg des Friedens"; so klettern wir kurz vor Tribil einen echt steilen, manchmal unwegsamen Berg hinauf auf den Monte Cum. Ein Gedenkstein erinnert an das Bollwerk der italienischen Artillerie  zum Schlachtfeld. Eine Stunde schweißstreichen Aufstieg und dann keine Aussichten, nur ein schmuckloses Monument. Nach einem kurzen Plätzchen an diesem historischen Platz steigen wir ab. Es gibt auch einen alternativen Weg  um den Berg herum, der eine Stunde einspart. Wer also den AAT einmal offiziell verlassen möchte, kann dem Wanderweg 747a folgen. Nach einer knappen Stunde und fast 24 km sowie 1450 hm auf der Uhr erreichen wir unser Nachtquartier - Ostello la fienestra in Tribil di Sopra, eine einfache Unterkunft mit gutem italienischen Essen und Rotwein. Für morgens ist der Frühstückstisch gedeckt. Wir kochen uns selber den Kaffee nach traditionell italienischer Art.