Auf dem Karstplateau mit herbstlicher Natur - Basovizza nach Bangnoli  della Rosandra

30.09.2020

Heute führt uns unsere vorletzte Etappe noch einmal für einen kurzen Abstecher nach Slowenien, zu den Lipizzaner Pferden und über das Karstplateau in das wunderschöne Val Rosandra. Da die Strecke mit 25 km wieder mal sehr lang ist, brechen wir früher auf und sind schon um 9.30 Uhr am Gestüt von Lipizza. Wir wandern zwischen den Koppeln mit weißen Zäunen hindurch und entdecken die Herde der Schimmel am Ende des Weges in gut 20 m Entfernung. Nun geht es eine Stunde steil durch den Wald bergauf zum Mont Kokos. Die Aussicht ist toll und die Sonne wärmt inzwischen so gut, dass Barbara abzippen und ich die Jacke ausziehen können. Der Wald ist schon  herbstlich bunt gefärbt. Neben vielen Schmetterlingen begleiten uns heute wieder Eidechsen und leuchtend grüne Käfer. An der bunten Farbenpracht, dem Spiel der Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen, den bizarren weißen Karststeinen und den Panoramablicken über dem Karst können wir uns nicht satt sehen. So bleibt der Weg sehr abwechslungsreich und recht kurzweilig. Es geht durch 2 kleine Dörfer, dann auch schon wieder entlang der Grenze und einer ehemaligen Bahntrasse nach Italien. Da wir recht hoch sind, können wir gut über die weiten, grünen, sanften Berge in Slowenien schauen. Man kann in diesem Naturschutzgebiet noch Grotten und einiges mehr erkunden, doch dafür haben wir auf Grund der Etappenlänge leider nicht die Zeit.  Es folgt ein kurzer, steiler Abstieg und wir treffen in der Talsohle auf einen Bach. Auf der anderen Seite geht es wieder bergan, erneut mit einem tollen Ausblick auf schroffe Felsen. Da es mittlerweile später Nachmittag ist, haben wir tolles Licht im Karstgebirge und die Natur ist einfach fantastisch. Der krönende Abschluss ist für uns an einem natürlichen kleinen Staubecken des Baches, wo wir die Lichtstrahlen der bereits tiefstehenden Sonne,  mit unserem Fotoapparat einfangen.

Unsere Unterkunft für die Nacht liegt im Bergdorf Bagnoli und ist rustikal mit Holzmöbeln im Vintage Stil eingerichtet. Zum Essen müssen wir zurück in' s Nachbardorf laufen, da hier alle Gaststätten geschlossen haben.